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Im Blick - FinanzExperten der VR VerbundBank eG informieren

Börsenjahr 2025: Hollywood lässt grüßen

In der heutigen Ausgabe von „Im Blick“ richtet unser Leiter Private Banking, Oliver Wieber, seinen Fokus auf das Börsenjahr 2025 und was Anleger im kommenden Jahr von FED, EZB und den Finanzmärkten erwarten können. 

Ein turbulentes Jahr, welches zeitweise an einen sehr guten Actionfilm à la Hollywood erinnerte, neigt sich seinem Ende zu. Die Traumfabrik hätte die Story an den Finanzmärkten nicht spannender schreiben können, denn Überraschungen, Wendungen und viele unterschiedliche Charaktere prägten das Bild. Starke Volatilitäten, welche sich aus geopolitischen Risiken, Handelsspannungen, Zinsspekulationen und einem erneut aufflammenden Gold-Boom abbildeten, waren wesentlich für die Entwicklungen des Jahres. Am Ende gleicht es abermals einem Film der großen US-Produktionsfirmen und endet sehr wahrscheinlich mit einem Happy End. 

Ein eher verhaltener Jahresstart war wohl nicht nach dem Geschmack des US-Präsidenten Donald Trump, denn am 02. April 2025 brachte er mit seiner Rede im Rose Garden alle Marktteilnehmer unter Druck. Ein großes globales Zollpaket wurde angekündigt, was eine generelle Mindest-Importabgabe von 10 % auf fast alle Waren sowie höhere, landesspezifische Sätze bei Handelspartnern mit einem Handelsbilanzüberschuss vorsah. 

Der Liberation Day war geboren!

Trotz dieser Ankündigung entwickelte sich ein spezieller Aktienmarkt sehr positiv, denn eine Vielzahl von Investoren blickten in Richtung Europa und ergriffen die Chance von günstigen Bewertungen, welche mit positiven Aussichten versehen waren.  Die Entwicklung von 25 % p.a. an den europäischen Indizes bestätigte das Vorgehen. Zum Ende des dritten Quartals 2025 zeigt sich die Performance bei ca. 13 % p.a. und weist damit ein durchaus gutes Ergebnis aus. Auch unser Heimatindex, der DAX40, profitierte trotz wirtschaftlicher Sorgen und politischer Neuordnung von den positiven Effekten und zählt mit etwa 20 % p.a. Wertzuwachs zum 30.09.2025 zu den größten Gewinnern an den Kapitalmärkten.  

Der Blick über den Atlantik spricht ebenfalls eine deutliche Sprache und zeigt zum Ende des vorherigen Quartals bei den 500 größten Unternehmen der USA (S&P500) eine Wertentwicklung von ca. 17 % p.a. Gerade das Interesse an Tech- und Wachstumsmärkten blieb auf hohem Niveau und zeigte sich auch dieses Jahr als einer der wesentlichen Treiber. Als „absoluter Gewinner“ des Jahres stellte sich Gold heraus und zeigt damit erneut seine Rolle als „sicherer Hafen“ für Investoren auf. Die seit dem zweiten Quartal 2025 bestehenden Sorgen und Spannungen an den Finanzmärkten führten maßgeblich zu dieser Entwicklung. Unterstützt wird diese von dem anhaltenden Ausbau der Goldbestände der Staaten und Länder. So ist es nicht überraschend, dass der edle Rohstoff zum Ende des Monats November ca. 60% p.a. Wertzuwachs zu verzeichnen hat und damit an der Spitze steht. Gerade professionell gemanagte Vermögensverwalter haben diesen Sachverhalt frühzeitig erkannt und sich mit einen passenden Diversifikationsansatz der Portfolien den damit entscheidenden Vorteil verschafft.

Richten wir den Blick auf 2026 lässt sich feststellen, dass gerade auf Seiten der geopolitischen Themen grundsätzliche Vorsicht geboten sein muss. Aktuell hat es den Anschein, dass der Krieg in der Ukraine ein Ende finden könnte. Spannungen zwischen der EU, USA und Russland werden auch im nächsten Jahr das Bild der Tageszeitungen prägen und somit weiterhin zu volatilen Marktphasen beitragen. Trotzdem zeigt 2026 mehr Chancen als Risiken auf, was für ein erfolgreiches Aktienjahr der Unternehmen und Investoren sprechen sollte. Mögliche Zinssenkungen der FED, stabile Gewinnprognosen der globalen Unternehmen und der anhaltende Boom auf HighTec bestimmen die Landschaft. Gerade das Zusammenspiel zwischen Energie, Infrastruktur und KI ist in unseren Augen eines der wesentlichen Themen für die Zukunft. Das beschlossene Investitionspaket der deutschen Regierung wirkt stark unterstützend, denn mehr staatliche Investitionen erhöhen die erwartete Nachfrage und das damit verbundene Wachstumspotential. Gestärkt werden damit speziell kapitalgüter- und infrastrukturelle Unternehmen, was eine Equity-Bewertung der Sektoren Bau, Versorger, Energie, Infrastrukturdienstleister zur Folge haben könnte. Regierung und Kapitalgesellschaften werben aktiv um privates Kapital, welches zu mehr Investitionsoptionen führt und diese am Markt nicht verdrängt. 

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Blick auf das kommende Jahr 2026 durchaus positiv ist. Der Infrastrukturelle Wandel sowie das Thema „Private Equity“ könnten positive Signale bieten. Ergänzt um den Dauerbrenner Technologie und gewichteten Anteil an Gold können Chancen für ein erfolgreiches Investitionsjahr bestehen. Private Anleger haben durch ratierliche Investitionen in gemischt aufgestellte Investmentlösungen die Chance auf eine erfolgreiche Teilhabe. Realisierbar ist dies mit kleineren monatlichen Ansparraten. 

Unsere Prognosen für das Jahr 2026 bestätigen dieses, denn für unseren Deutschen Leitindex (DAX40) erwarten neue Höchststände und schätzen die Marke von 27.500 Punkte zum Jahresende als erreichbar ein. Auch für den Index auf europäischer Bühne erwarten wir eine positive Kurssteigerung auf 6.200 Punkte per 31.12.2026. Mit Blick auf die USA zeigt sich ein ähnlich positives Bild, denn mit ca. 8.000 Punkten dürfte auch ein „AllTimeHigh“ erreicht werden. Auch der Jahresperformer Gold sollte auf ein erfolgreiches Jahr 2026 blicken, denn in unserer Prognose erwarten wir den Kurs bei rund 4.800 USD/Unze. Der Wechselkurs EUR-USD sollte sich über das Jahr bei 1,20 stabilisieren und zum Jahresende wenig Veränderung aufzeigen. 

Sie wollen zum Jahresstart investieren? Dann sprechen Sie Ihre Berater:innen der VR VerbundBank eG an , wir freuen uns auf Sie. 

Allen unseren Mitgliedern, Kunden und Lesern wünschen wir bereits heute ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest sowie einen gesunden Start in das Jahr 2026!

Fondssparplan

Oliver Wieber, Bereichleiter Private Banking

Oliver Wieber

Leitung Private Banking

Stand: Dezember 2025

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